Match Point

Gutes über hervorragende Filme, Folge 1: Match Point (Woody Allen, 2005). An dem Film wird kritisiert, dass er sehr lange braucht, um in die Gänge zu kommen. Es ist aber genau das Tempo, das den Zuschauer mitten hineinführt in die Dilemmen und Entscheidungen des Aufsteigers Chris Wilton. Immer mehr bangt und fiebert man mit, bis zu einem Punkt, an dem man sich völlig mit einem Mörder mehrerer Unschuldiger identifiziert. Das muss einem ein Film erst mal bieten. Noch genialer ist der Schluss: Die nervenzerfetzende Spannung, ob Wilton seine Schuld wird verbergen können, der Schnitt auf den hochfahrenden Polizisten, die Reaktion seiner Ehefrau (für mich der Höhepunkt des Films) und schließlich der meisterlich erdachte Twist in der Tennisballmetapher.

 

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